Tafel 5 Hotel Schweizerhof

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1910

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1930

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1944

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1964

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Von mehreren Neustarts zum Wellnesstempel

Johann Schmid kam aus Thusis, kaufte Bauland und baute das Hotel Schweizerhof und ging Konkurs. Franz Brenn startet 1906 neu, baute von 1913 bis 1930 stetig auf, bis 200 Betten, kaufte Wiesen und Stallungen, damit die Hotelgäste frische Milch, Butter und Käse auf den Tisch bekamen. Heute beherbergt das Familienhotel das größte Hamam der Alpen.

1902 kaufte Johann Schmid aus Thusis den zentral gelegenen Bauplatz auf der Heide und eröffnete im Sommer 1904 sein Hotel Schweizerhof. Leider war Schmid kein Erfolg beschieden und der tatkräftige Franz Brenn aus Stierva erwarb das Haus 1906 aus der Konkursmasse. Brenn führte den Schweizerhof mit Geschick und Weitsicht Er erweiterte den Betrieb in verschiedenen Bauphasen von 1913 bis 1930 von 60 auf 200 Betten und mit grosszügigen Gesellschaftsräumen.

Zusätzlich zum Hotel kaufte Brenn wie das Kurhaus nach und nach Wiesen und Stallungen (Hof Clois) sowie die Alp Briula. So konnte er den Gästen frische Milch, Butter und Käse aus eigener Produktion anbieten. Die Lebensmittel mussten vorerst per Pferdefuhrwerk aus Chur geliefert werden. Telefon gab es hier erst ab 1908 und das Nötige musste brieflich oder per Telegramm bestellt werden.

Brenn lud seine Gäste regelmässig zu einem Skiausflug mit ausgiebiger Verpflegung und Ramba-Zamba nach Briula ein. Es war auch die Zeit der rauschenden Feste und der glamourösen Bälle. Dafür war die grosszügige Rotonde im Schweizerhof wie geschaffen. Dieser Saal wurde 1977 abgebrochen und wird bis heute im Ort schmerzlich vermisst. 1942 übernahm Brenns Tochter Emma mit ihrem Mann Dr. Georges Decurtins den Betrieb.

Seit den 70er-Jahren litt die Saisonhotellerie an veränderten Rahmenbedingungen und das Haus ging an eine Baugesellschaft Hotel Schweizerhof über. Ein ambitiöses Projekt zum Kauf und Betrieb eines Tagungs- und Unterhaltungszentrums wurde von den Obervazer Stimmbürgern abgelehnt. Anstelle des Kongresszentrums realisierte die Gesellschaft eine Tennishalle. Nach einer längeren Leidensgeschichte konnte der Schweizerhof ab 1991 schliesslich unter neuer Führung wieder an frühere Glanzzeiten anknüpfen. In neuerer Zeit wurde das Haus wie das benachbarte Lenzerhorn den veränderten Gästebedürfnissen angepasst und beschreitet mit seinem Wellnessangebot erfolgreich neue Wege. Das Scalottas Terroir beim Sanaspanserbach dient als Dependance des Hotels Schweizerhof. Es wurde 1911 von Lehrer Josef Bergamin als Hotel Scalottas erbaut.