Tafel 20 Posthotel Valbella

slide - 1

1906

Slide - 2

1910

Slide - 3

1910

Slide - 4

1912

Slide - 5

1915

Slide - 6

1920

Slide - 7

1920

Slide - 8

1930

Slide - 9

1930

Slide - 10

1930

Slide - 11

1938

Slide - 12

1950

Slide - 13
Slide - 14
previous arrow
next arrow

Als Churer Familien begannen, ihre zweite Heimat zu entdecken

1905 siedelte die Poststelle vom Inselchalet ins neue Posthotel Valbella um, das durch die Gebrüder Paul Fidel und Caspar Parpan entstand. Nach Neubau 1964 und Kauf der Caselva durch neue Besitzer entstand das mondäne Valbella Inn. 1977 wurde die nördliche Gemeindefraktion mit dem Bau der Pfingstkirche gesegnet. Hauptsächlich Familien aus Chur entdeckten hier die idyllische Lage zwischen See und Weite, was einen Bauboom für Villen und Ferienhäuser auslöste.

Reisende von Chur ins Engadin erreichen nach Parpan die Passhöhe, die das Churwaldnertal von der Lenzerheide trennt. Die 1609 erbaute Acla alva ist das erste Maiensässgebäude, das an die jahrhundertalte landwirtschaftliche Nutzung der Lenzerheide erinnert. Hier öffnet sich das Tal und gewährt dem Betrachter einen Blick auf die sanften Höhenzüge im Westen und die felsigen Bergketten im Osten. Nicht umsonst erhielt diese Gegend den treffenden Namen «Schönes Tal» oder eben Valbella.

Die heutige Kurortsfraktion Valbella war nach dem Siegfriedatlas von 1897 einst unterteilt in die zentralen Maiensässweiler Canols und Valbella sowie die Nebenweiler Sartons, Val Schameala, Liebtgas, Acla alva, Fastatsch.

Es waren anfänglich hauptsächlich Churer Familien, welche die Lenzerheide zu schätzen wussten und bereits im späten 19. Jahrhundert für den Bau von Ferienchalets bevorzugten. Sie wählten dafür sowohl die idyllische Lage nördlich des Heidsees wie auch die hügelige Weite der Lenzerheide aus. So entstand 1886 das Ferienhaus der Apothekerfamilie Heuss auf dem Waldhügel östlich der Kirche. Später erstellten u.a. die Familien Herold, Brun, Coray und Kuoni ihre Ferienhäuser in Canols und Valbella, teils aus den Aclas als Vorgängerbauten. Der sogenannte Valbellahang gegen Sartons wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts mit Ferienhäusern überbaut.

Im Jahre 1900 erwarben die Brüder Paul Fidel und Caspar Parpan, die im Winter den Rutnerdienst (Offenhaltung der Pässe im Winter) von Valbella nach Parpan besorgten, Land für den Bau der Pension Valbella. Als die Poststelle 1905 vom Insel-Chalet hierhin verlegt wurde, hiess sie noch Lenzerheide-See. Der Name Valbella setzte sich erst in den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts. durch. Noch 1929 beharrte die PTT, wie damals die Post hiess, gegen die Wünsche vieler Valbellaner auf dem Ortsnamen Lenzerheide-See.

Die Pension Valbella wurde zum Posthotel Valbella, mehrfach erweitert und 1964 total erneuert. Der damalige Besitzer erwarb auch die Caselva und baute diese zum Hotel Valbella Inn aus. Mit der Einweihung der Pfingstkirche im Jahr 1977 erhielt auch die nördlichste Gemeindefraktion ihr eigenes Gotteshaus.