Tafel 4 Evangelische Kirche

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Reformierter Glaube mit Sicht aufs Dorf

Auch Reformierte fanden in der aufstrebenden Lenzerheide Arbeit. 32 von ihnen wurden aktiv und gründeten 1945 den Evangelischen Kirchenverein Lenzerheide-Valbella. Spenden und Bazare brachten das Geld für ein stilvolles Bergkirchlein oberhalb des Dorfes. Die Kunst an Glas und Farben von Dea Murk aus Chur und François Ribas aus Lausanne belohnt ein Besuch.

Mit dem Aufkommen des Tourismus kamen auch die ersten reformierten Christen auf die katholisch geprägte Heide. 32 protestantische Einwohner gründeten am 14. Dezember 1945 den Evangelischen Kirchenverein Lenzerheide-Valbella. Ein wichtiger Markstein in der Geschichte der Evangelischen Kirchgemeinde war der 17. Dezember 1953, denn an diesem Abend wurde mit 35 gegen 1 Stimme der Beschluss zum Kirchenbau in Lenzerheide gefasst. Gleichzeitig wurde der Steuerfuss auf beachtliche 25 Prozent erhöht. Mit diesen Steuergeldern, reichlich Gönnerbeiträgen, Spenden, Erlösen aus Bazaren und persönlichem Handanlegen von Kirchgemeindemitgliedern und Gästen gelang die Finanzierung.

Am 21. November 1954 wurde das Bergkirchlein an prächtiger, leicht erhöhter Lage über dem Dorfzentrum eingeweiht. Im Vorraum bestechen die Licht- und Farbeffekte der Glasgestaltung von Dea Murk, einem bekannten 1932 in Surava geborenen Künstler. Dem schlicht gestalteten Gottesdienstraum vermitteln Arvenholzduft und die kunstvoll gefertigte Decke Ruhe und Geborgenheit. Klare Formen und meisterliche Farbkompositionen prägen die Fenster des aus Lausanne stammenden François Ribas, die den „verlorenen Sohn“ und den „barmherzigen Samariter“ darstellen.

Auf dem westlichen Vorplatz sind die vielen Facetten der Lenzerheide zu bestaunen. So entlang der Passstrasse die inzwischen vollständig erneuerten Hotels aus der Pionierzeit und nördlich das 1893/94 erbaute erste Ferienhaus von Lenzerheide.

Auszüge aus den Gästebüchern des Chalets Furger/Bossi erhellen die Kurortsgeschichte. Illustre Gäste schwärmten von der „sonnbeglänzten“ Heide. Einige folgten dem Beispiel der Familie Furger und bauten am nördlichen Waldrand oder auf der gegenüberliegenden Talseite ihre Ferienhäuser.